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700 Jahre zusammen
Geschrieben von: David Kibilka   

 

So lautet der Titel der neuen Ausgabe der Rödinger Historetten. Das neue Heft ist ein Themenheft und zeigt auf knapp 60 Seiten einen Abriss der wechselhaften Geschichte der jüdischen Gemeinde Rödingens.

Schon aus dem Mittelalter stammt der erste Nachweis einer jüdischen Besiedlung des Ortes. Im Jahre 1271 wurde der Erzbischof von Köln Schuldner eines Rödinger Juden. Nach Jahrhunderten, in denen der jüdische Alltag von Verfolgung und Normalität geprägt war, kam im neunzehnten Jahrhundert die Blütezeit der jüdischen Gemeinde in Rödingen. Eine Synagoge, eine Schule und verschiedene jüdische Vereine entstanden. 8,5 % der Rödinger Einwohner waren damals Juden, was das Zwölffache des Durchschnitts im Deutschen Reich war.

Den Tiefpunkt der Geschichte bilden die Verbrechen des Nationalsozialismus, welche die Rödinger Geschichte mit Namen wie Ausschwitz, Treblinka und Sobibor verbinden. Leider wurde diese dunkle Seite der Ortsgeschichte bis zum heutigen Tage weitgehend verdrängt und nur unzureichend aufgearbeitet.

Das Themenheft der Rödinger Historetten will auch diese “Politik des Verschweigens” durchbrechen. Wieder einmal ist Geschichtsschreibung gezwungen, unangenehme Wahrheiten öffentlich zu machen.

Die Vorstellung des umfassenden Themenheftes findet am Freitag, den 14. Juni um 19 Uhr in den Räumen der Alten Weberei in Rödingen, Agricolastraße 12, statt. Alle Interessierten sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen, auf der die Recherche und Arbeit zu dieser Sondernummer eingehend erläutert werden.

Außerdem kann dort die Zeitschrift erstmals erworben werden, die später an den üblichen Verkaufsstellen zu erhalten ist.

 

Das vollständige Inhaltsverzeichnis finden Sie auf unseren Webseiten.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. Juni 2013 um 10:59 Uhr
 
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